10 Denkangebote für wirksamere Führung in Routine und Dynamik

10 Denkangebote für wirksamere Führung in Routine und Dynamik

10 Denkangebote für wirksamere Führung in Routine und Dynamik

Duales Betriebssystem für Routine und Dynamik

Ein duales Betriebssystem für den sicheren Umgang mit Routine und Dynamik

Die Märk­te wer­den immer dynamis­ch­er: Glob­ale Krisen, ras­ante tech­nol­o­gis­che Entwick­lun­gen und schneller wech­sel­nde Kun­den­wün­sche nehmen zu. Das nen­nt man Dynamik.

Diese Dynamik trifft auf Organ­i­sa­tio­nen, deren Betrieb­ssys­tem aus Zeit­en großer Sta­bil­ität sowie träger Märk­te kommt und auf Effizienz getrimmt ist. Das nen­nt man Rou­tine.

Organ­i­sa­tio­nen können Rou­tine. Rou­tinierte Abläufe haben sie seit der Indus­tri­al­isierung per­fek­tion­iert. Prozesse regeln Arbeitsabläufe. Pla­nung und Con­trol­ling sor­gen für Vorher­sag­barkeit. Nun aber ver­langt die zunehmende Dynamik nach Aufmerk­samkeit. Begeg­net man Dynamik mit den gle­ichen Regeln wie Rou­tine, scheit­ert man. Für den souveränen Umgang mit Rou­tine und Dynamik ist der Unter­schied zwis­chen vorher­sag­baren Vorgän­gen, die auf Ursache-Wirkungsabläufen basieren und damit kausal sind, und Vorgän­gen, die eben nicht vorher­sag­bar, also kom­plex sind, entschei­dend. Die gute Nachricht: Der Umgang mit dem Betrieb­ssys­tem der Rou­tine bleibt auch zukün­ftig rel­e­vant. Für alle Abläufe, die vorher­sag­bar und damit steuer­bar sind. Das Betrieb­ssys­tem der Dynamik ergänzt das der Rou­tine und führt so zu einem dualen Betrieb­ssys­tem. Mit den nach­fol­gen­den 10 Denkange­boten, die die Domä­nen der Rou­tine und Dynamik unter­schei­den, wird wirk­samere Führung ermöglicht.

Routine und Dynamik

Routine und Dynamik

In Rou­tine fragt man danach, wie man etwas macht. Ein ein­mal erstell­ter Ablauf kann von beliebig vie­len Mitar­bei­t­en­den wie ein Rezept ange­wandt wer­den. Arbeitsabläufe sind vorhersagbar.

In Dynamik sollte man fra­gen, wer eine passende Idee zum vor­liegen­den Prob­lem hat. Da in Dynamik immer neue Über­raschun­gen warten, kann es keinen fest­gelegten Ablauf auf dem Weg zur Lösung geben. Es braucht eine Per­son, die so nah am Markt ist, dass sie gute Ideen zum Prob­lem hat.

Kausal und komplex

Kausal und komplex

Wenn auf eine Ursache eine vorher­sag­bare Wirkung fol­gt, ist ein Ablauf kausal. Das gilt für den Bau eine Flugzeugs, wie für die Reparatur ein­er Armbanduhr.

Wenn man die Wirkung eines Vor­gangs nicht vorher­sagen kann, ist es kom­plex. Jedes Gespräch zwis­chen zwei oder mehr Per­so­n­en ist kom­plex und Organ­i­sa­tio­nen als soziale Sys­tem ohne­hin. Aus einem entwed­er-oder wird ein sowohl-als-auch in Komplexität.

Wissen und Können

Wissen und Können

Der Begriff Wis­sen wird auf Sachver­halte ange­wandt, die ein­mal beschrieben vorher­sag­bar sind. Wie in einem Buch. Wis­sen kann man Ler­nen und zwis­chen Indi­viduen trans­ferieren. In Organ­i­sa­tio­nen ist Wis­sen z.B. in Prozesse oder Check­lis­ten einge­bracht worden.

Kön­nen ist hinge­gen eine men­schliche Fähigkeit neue, bish­er unbekan­nte Prob­leme zu lösen. Kön­nen muss man Üben und ist nicht zwis­chen Men­schen trans­ferier­bar. Das Kön­nen hängt immer am Kön­ner, am Tal­ent. So wie beim Fahrrad fahren. Dabei nützt einem Wis­sen allein wenig. In Organ­i­sa­tio­nen sollte Kön­nen immer dann eine Rolle spie­len, wenn Dynamik herrscht.

Fehler und Irrtum

Fehler und Irrtum

Wenn klar ist, was der beste Weg ist, die Infor­ma­tio­nen dazu ver­füg­bar sind und es trotz­dem falsch gemacht wird, han­delt es sich um einen Fehler. Fehler sind zu ver­mei­den, denn aus ihnen kann man wenig lernen.

Entschei­dun­gen unter Ungewis­sheit kön­nen hinge­gen keine Fehler sein. Denn für einen Fehler brauche ich das Wis­sen über richtig und falsch, was unter Ungewis­sheit schlicht nicht vorhan­den ist. Wenn eine Entschei­dung keinen Beitrag zur Prob­lem­lö­sung geleis­tet hat, spricht man stattdessen von einem Irrtum. Viele kleine Irrtümer ebnen den Weg zu ein­er gang­baren Lösung und sind die Basis ein­er Lernkul­tur, ein­er Irrtum­skul­tur. In Gegen­wart von Über­raschun­gen sollte in Organ­i­sa­tio­nen die Chance für viele kleine Irrtümer bestehen.

Planung und Strategie

Planung und Strategie

Wenn der Weg zum Ziel bekan­nt ist, hil­ft ein Plan, um die Hür­den zu umge­hen. Wie bei ein­er Schatzkarte. Pla­nung ist also eine logis­che Abfolge von Schrit­ten auf Basis von Wissen.

Wenn der Weg aber unbekan­nt ist, nützt ein Plan nichts. Es braucht eine Strate­gie. Sie ist dann zunächst ein leer­er Hand­lungsraum, den man über Ver­such und Irrtum füllen muss. Der Umgang mit dem Unvorher­sag­baren sollte also nicht geplant, son­dern mit ein­er Strate­gie geführt werden.

Regel und Prinzip

Regel und Prinzip

Eine Regel gibt konkretes Ver­hal­ten vor, erfordert kein eigen­ständi­ges Denken, son­dern lediglich genaue Umset­zung. Genau wie bei einem Verkehrsschild.

In Dynamik würde jedes neue Prob­lem eine weit­ere Regel nötig wer­den lassen, die erdacht, kom­mu­niziert und überwacht wer­den müsste. Ein Prinzip kann zahlre­iche Regeln erset­zen, weil es den Anwen­der zum eigen­ständi­gen Denken inner­halb geset­zter Leit­planken auf­fordert. An die Stelle viel­er Regeln für Dien­streisen kön­nte zum Beispiel das Prinzip “Wir reisen wirtschaftlich.” treten.

Exekution und Entscheidung

Exekution und Entscheidung

Wenn eine Alter­na­tive bess­er als die andere ist, han­delt es sich nicht um eine Entschei­dung, son­dern um eine Exeku­tion im Sinne ein­er reinen Ausführung.

Wenn es aber keinen guten Grund gegen eine Alter­na­tive gibt, ist dies eine echte Entschei­dung. Bei Entschei­dun­gen gibt es dem­nach auch kein richtig oder falsch. Dann soll­ten die Per­so­n­en (mit) entschei­den dür­fen, die eng am Prob­lem des Kun­den und Kön­ner für diese Prob­lem­stel­lung sind.

Zentrum und Peripherie

Zentrum und Peripherie

Im Zen­trum ein­er Organ­i­sa­tion küm­mert man sich um die Inter­essen der Kapitalgeber.

In der Periph­erie ein­er Organ­i­sa­tion beste­ht große Nähe zu den Kun­den, den Wet­tbe­wer­bern und dem Markt.

In Zeit­en großer Rou­tine und einem sta­bilen Geschäftsmod­ell steuert das Zen­trum die Periph­erie mit dem Ziel hoher Effizienz. Wenn es dynamisch und über­raschend wird, kol­la­biert die Steuerung. Dann geht es darum der Periph­erie Gele­gen­heit zu geben die Kun­den­prob­leme ohne Umwege dort lösen zu kön­nen, wo sie auftreten — in der Peripherie.

 

Methode und Werkzeug

Methode und Werkzeug

Eine Meth­ode sagt genau, was man tun soll. Ihre Erstel­lung erfordert Wis­sen und ist daher für den Umgang mit Rou­tine geeignet. Sie ist wie ein Rezept. 7 Schritte für erfol­gre­ich­es Change Man­age­ment sind eine Methode.

Ein Werkzeug fordert zum eigen­ständi­gen Denken auf. Ein Schrauben­schlüs­sel kann nicht befragt wer­den, wie er benutzt wer­den soll. Damit sind Werkzeuge, oder bess­er Denkw­erkzeuge zum Umgang mit Dynamik geeignet. Ein Beispiel für ein Denkw­erkzeug ist die Struk­tur- und Kulturmusteranalyse.

Steuerung und Führung

Steuerung und Führung

Für Steuerung braucht man for­male Macht. Steuerung kann in Form von Arbeit­san­weisun­gen ein­er Führungs‑, oder bess­er Steuerungskraft, oder in Form von Prozessen und Check­lis­ten daherkom­men. Steuerung ist sin­nvoll in Rou­tine. Alles andere wäre Verschwendung.

Bei unbekan­nten Prob­le­men braucht es hinge­gen die Ideen der Kön­ner. Die Auf­gabe von Vorge­set­zten ist es dann, Führung durch Kön­nern mit guten Ideen zu ermöglichen. Geführt wird dann mit der besten Idee, nicht mit Hier­ar­chie. Führung ist sin­nvoll im Umgang mit Dynamik.

Zusammenfassung

Das bekan­nte Betrieb­ssys­tem der Rou­tine kol­la­biert mit zunehmender Dynamik. Es muss um das Betrieb­ssys­tem der Dynamik ergänzt wer­den, damit es zu einem dualen Betrieb­ssys­tem wer­den kann. Führen Sie Ihr duales Betrieb­ssys­tem für den sicheren Umgang mit Rou­tine und Dynamik ein! Details zum Pro­gramm kön­nen Sie dem ver­link­ten PDF entnehmen.

Die Inhalte basieren auf der sehr empfehlenswerten Future Lead­er­ship-Aus­bil­dung von intrin­si­fy und den eben­so werthalti­gen Denkzetteln von Dr. Ger­hard Woh­land. Das dahin­ter ste­hende Denkge­bäude ist die neuere Sys­temthe­o­rie von Niklas Luhmann.

10 Denkangebote für wirksamere Führung in Routine und Dynamik

Bei der Ein­führung dieses dualen Betrieb­ssys­tems unter­stütze ich Sie mit Beratung, Busi­ness Train­ing und Organ­i­sa­tion­sen­twick­lung. Sprechen Sie mich gerne an, wenn Sie für Ihre Organ­i­sa­tion ein duales Betrieb­ssys­tem ein­führen wollen!

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Von der Industrie- zur Wissensgesellschaft

Von der Industrie- zur Wissensgesellschaft

Von der Industrie- zur Wissensgesellschaft

Der Taylorismus hat ausgedient

Die schlechte Nachricht zuerst: Das, was unsere Wirtschaft vor allem seit dem Ende des zweit­en Weltkriegs erfol­gre­ich gemacht hat, wird uns zukün­ftig nicht mehr helfen. Der Tay­loris­mus hat aus­ge­di­ent. Wir sind mit­ten in der Über­gangsphase von der Indus­trie- zur Wis­sens­ge­sellschaft. Die alten Rezepte zur Effizien­zsteigerung und Prozes­sop­ti­mierung haben ihren Zweck erfüllt und über etliche Jahrzehnte zu Wohl­standssteigerun­gen geführt. Manch ein­er spricht bere­its vom ‘peak glob­al­i­sa­tion’, die Gren­zen des Wach­s­tums wer­den seit den 1970ern ange­sprochen und die aktuelle Nach­haltigkeits- und Kli­maschutzde­bat­te ist unumkehrbar.

Was ist der Taylorismus?

Der Tay­loris­mus wurde nach Fred­er­ick Winslow Tay­lor (1856–1915) benan­nt. Der amerikanis­che Inge­nieur wird auch der Begrün­der der Arbeitswis­senschaft genan­nt. Nach­dem die Mech­a­nisierung im 18. Jahrhun­dert die Aufmerk­samkeit erst­mals auf Prozesse gelenkt hat­te, ver­fol­gte Tay­lor das Ziel dem Man­age­ment die voll­ständi­ge Kon­trolle über den Fer­ti­gung­sprozess zu ver­schaf­fen. In seinem 1911 erschiene­nen Buch “The Prin­ci­ples of Sci­en­tif­ic Man­age­ment” beschreibt er die Tren­nung der Belegschaft in die denk­enden Man­ag­er oben in der Hier­ar­chie und die han­del­nden Arbeit­er unten in der Hier­ar­chie. Die drei prä­gen­den Prinzip­i­en des Tay­loris­mus sind hier beschrieben. Dem­nach kann man ihn als prä­gende Fig­ur für die Erfind­ung der arbeit­steili­gen Welt beschreiben, die auch heute noch vielfach in Unternehmen dom­i­nant ist.

Die gute Nachricht? Wertschöp­fung und Wach­s­tum sind weit­er­hin möglich. Wir brauchen aber ein neues Rezept­buch. Das alte kann ins Regal.

Agrargesellschaft,Industriegesellschaft, Wissensgesellschaft

Was ist die Wissensgesellschaft?

In ein­er sehr groben Aufteilung auf ein­er Zeitachse fol­gt die Wis­sens­ge­sellschaft auf die Agrar- und Indus­triege­sellschaft als aktuelle Welle (s. Graphik und Quelle Simon Dück­ert, Cog­neon Akademie). Keine dieser Wellen hat ein trennschar­fes Datum zueinan­der. Wir sind heute in der Tran­si­tion­sphase von der Indus­trie- zur Wis­sens­ge­sellschaft. Die Wis­sens­ge­sellschaft ist in eini­gen Branchen schon dom­i­nant und wird in anderen erst noch ihre volle Wirkung ent­fal­ten. Grund­sät­zlich unter­schei­det sich die Wis­sens- von der Indus­triege­sellschaft dadurch, dass Wertschöp­fung und Wach­s­tum nicht mehr aus Effizien­zsteigerun­gen erfol­gen. In der Wis­sens­ge­sellschaft wird auf Inno­va­tion als Treiber geset­zt. Inno­va­tion entste­ht durch Wis­sen und dieses Wis­sen ist nicht per se im Unternehmen, son­dern in den Köpfen der Mitar­bei­t­en­den. Das Schaf­fen von Wis­sen, der Zugang zu ihm und das Teilen untere­inan­der sind dabei die Schlüsselfaktoren.

Zusammenfassung

Wir sind in der Tran­si­tion­sphase von der Indus­trie- in die Wis­sens­ge­sellschaft. Das alte Rezept­buch des Tay­loris­mus hat seinen Dienst getan und kann ins Regal. Es wird uns in der Wis­sens­ge­sellschaft nicht mehr weit­er­helfen. Für Unternehmen wird die Wertschöp­fung von Mor­gen viel mehr aus Inno­va­tio­nen, als aus weit­eren Effizien­zsteigerun­gen kom­men. Dafür müssen Sie die Mitar­bei­t­en­den gewin­nen und hal­ten, die ihr Wis­sen mit anderen in der Organ­i­sa­tion teilen und zu Inno­va­tio­nen entwick­eln wollen.

Ist Ihr Unternehmen auch in der Über­gangsphase in die Wis­sens­ge­sellschaft? Haben Sie bere­its Rezepte, wie Sie mit Ihren Mitar­bei­t­en­den Inno­va­tio­nen schaf­fen? Sind Sie bere­its eine “Ler­nende Organ­i­sa­tion”? Die “Ler­nende Organ­i­sa­tion” ist ein Konzept, das sich auf die Wis­sens­ge­sellschaft stützt. Sie hat das Indi­vid­i­um als Wis­sensträger im Fokus. Das Unternehmen schafft die Rah­menbe­din­gun­gen für das Ler­nen, um die Chance auf Inno­va­tio­nen zu erhöhen. Wenn Sie Inter­esse daran haben, Ihr Unternehmen fit für die Wis­sens­ge­sellschaft zu machen, melden Sie sich gern bei mir!

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